Ein Trömner ist eine vom deutschen Neurologen Ernst Trömner (1868 - 1930) erfundene Version des Reflexhammers, mit dessen Hilfe man Reflexe im menschlichen Körper kontrolliert auslösen kann. Mithilfe eines Trömners schlägt ein Arzt auf einen bestimmten Nerv, um so einen unwillkürlichen Reflex auszulösen. Mit dieser Untersuchungsmethode kann ein Arzt Aufschluss über eine eventuelle Störung des Nervensystems bekommen.
So gibt es neben dem Trömner ferner den Begriff des Trömner-Reflexes, welcher ebenfalls von Ernst Trömner entdeckt wurde. Bei diesem Reflex handelt es sich um das unwillkürliche Beugen der Fingerendglieder, wenn der handflächigen Seite des Mittelfingerendgliedes ein leichter Schlag versetzt wird. Zeigen die Finger in diesem Fall einen stark erhöhten Reflex, so ist dies beispielsweise ein Hinweis auf eine Schädigung der zentralen motorischen Bahnsysteme. Ein Reflexhammer bietet also die Mögichkeit, auf eine äußerst einfache Art und Weise einen Hinweis über eine eventuelle Erkrankung zu bekommen.
Nach der Entdeckung des Trömners erfreute sich diese Version des Reflexhammers besonders in Deutschland und den USA großer Beliebtheit. Im Gegensatz zu anderen Reflexhammern ist er relativ schwer und daher leichter zu bedienen, was besonders Lernenden den Umgang mit diesen medizinischen Geräten erleichtert. Durch das größere Gewicht ermöglicht er es, einen immer gleich starken Schlag auszuführen. Dies hat den Vorteil, dass stärkere oder schwächere Reflexe besser erkannt werden können.
Viele praktizierenden Ärzte benutzen später allerdings meist andere Reflexhammer, da diese deutlich leichter sind und man den Umgang mit diesem Gerät mit der Zeit lernt. Für Studenten der Medizin ist der Trömner-Reflexhammer aufgrund seiner leichten Bedienbarkeit aber unumgänglich.
Datum: Dienstag, 02. Juni 2009 | Kategorie: Gesundheit
