Passivhäuser sind Häuser, die infolge einer hervorragenden Wärmedämmung und einer Lüftungsanlage ganz oder weitestgehend auf eine herkömmliche Innenheizung verzichten können. Damit sind Häuser dieser Bauweise heute besonders gefragt. Sie helfen nicht nur, Energiekosten zu sparen, sondern sie sorgen auch sind auch wegen ihrer Gesamtbauweise hoch ökologisch. Passivhäuser können sowohl als Steinhäuser, wie als Holzhäuser gebaut werden. In der Passivbauweise ist es möglich, große Gebäude und Einfamilienhäuser zu errichten.
Die Besonderheiten von Passivhäusern beruhen auf einer sehr guten Außen- und Innenisolierung aller Hausflächen, der Nutzung von Wärmequellen wie der Sonnenausstrahlung, der durch Personen erzeugten Wärme, der Abwärme von Geräten und der Umluft. Eine Mehrfachverglasung der Fenster und ihre durchdachte Einlassung, sorgen dafür, dass über die Scheiben keine Wärmeverluste entstehen, ebenso werden alle Anschlüsse sicher gedämmt. Über ein spezielles Lüftungssystem gelangt Warmluft in alle Räume und verbrauchte Luft wird abtransportiert. Zusätzlich kann die Raumluft durch einen Erdwärmeüberträger, der mittels der Verlegung von unterirdischen Rohren funktioniert, nach Bedarf erwärmt oder gekühlt werden. Über die Lüftungsanlage des Hauses kann die Temperaturregulierung über Wasser-Luft-Wärmeüberträger oder eine Wärmepumpe geregelt werden.
Die hoch effiziente Bauweise von Passivhäusern bringt auf lange Sicht sehr hohe Ersparnisse an Energiekosten mit sich und wirkt sich positiv auf die Umwelt aus. Gleichzeitig ist das Wohnen im Passivhaus besonders komfortabel. Das Haus bietet ständig angenehme Raumluft, es kommt weder zu unterkühlten noch überheizten Räumen. Die Luft ist nicht durch Schadstoffe aus einer Heizanlage belastet und trocknet nicht aus.
Datum: Freitag, 02. April 2010 | Kategorie: Bauen
