Notstromaggregate, die auch Stromerzeugungsaggregate genannt werden, können elektrischen Strom erzeugen, ohne dass ein Energienetz vorhanden sein muss. Sie bestehen aus einer Verbrennungskraftmaschine und einem Generator. Ihr Einsatzort befindet sich überall dort, wo Ausfälle in der Stromzufuhr kurzfristig und zuverlässig überbrückt werden müssen.

Bewegliche Notstromaggregate werden oft mit Benzin und einem Ottomotor betrieben, die fest installierten Aggregate dagegen mit Diesel, um den Explosionsschutz zu verbessern. Alle Geräte werden mit Druckluft oder Seilzug gestartet. Ist eine zusätzliche Batterie vorhanden, kann man das Aggregat auch mit einem elektrischen Anlasser in Betrieb nehmen. Mobile Notstromaggregate können auch auf Anhängern montiert werden, und sie werden vor allem vom Katastrophenschutz in Regionen eingesetzt, in denen keine Stromversorgung vorhanden ist.

Stationäre Aggregate werden häufig dort eingesetzt, wo ein Ausfall der Stromversorgung unbedingt überbrückt werden muss (Krankenhäuser zum Beispiel). Sie können nicht unter Last hochlaufen und sind daher auf eine durch Batterien abgefederte Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) angewiesen. Die Unterbrechungsfreie Stromversorgung garantiert die Kompensierung kurzer Stromausfälle, das Anlassen des Aggregates und die Speisung von Notfallbeleuchtungen. Das erfordert aber auch zuverlässige Wartung sowie regelmäßige Testläufe.

Die Generatoren unterscheiden sich in Synchron- und Asynchrongeneratoren. Synchrongeneratoren können Strom mit einer regelbaren Frequenz erzeugen, und können mit einer Selbsterregereinrichtung ausgerüstet werden, während Asynchrongeneratoren auch über Fremderregung gestartet werden.

In Unternehmen mit entsprechender Technik sind auch Zapfwellengeneratoren zu finden, die mit der Zapfwelle eines Fahrzeuges verbunden werden. Sie haben keinen eigenen Motor und werden unter Zuhilfenahme von Zwischengetriebe und Welle durch die angeschlossene Zugmaschine angetrieben. Dadurch verringert sich der Aufwand für die Wartung.


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Datum: Montag, 04. Mai 2009 | Kategorie: Industrie