Der Zusammenhang zwischen der Wärmedämmung und dem Heizenergiebedarf eines Gebäudes ist mittlerweile allgemein bekannt. Zu früheren Zeiten war die Energie so billig, das die Wärmedämmung beim Hausbau keine besondere Rolle spielte. In der Folge sind die heutigen Altbauten besonders kostspielig im Unterhalt, bei ihnen geht ein Großteil der Wärme mangels ausreichender Dämmung ungenutzt verloren. Die Hausbesitzer müssen sich mit diesem Zustand nicht abfinden. Mit dem Aufbringen einer nachträglichen Fassadendämmung können selbst Altbauten auf einen modernen Niedrigenergiestandard gebracht werden.
Möglichkeiten der Fassadendämmung
In der modernen Altbausanierung kommen mehrheitlich Wärmedämmungsverbundsysteme (WDVS) zur Anwendung. Diese bestehen zumeist aus Polyurethan- oder Styroporplatten die einfach von Außen auf das Mauerwerk gedübelt und geklebt werden. Die Platten verfügen über eine sehr gute Dämmwirkung und lassen sich schnell flächig verarbeiten. Die Wärmeverbundsysteme bieten zugleich eine tragfähige Unterlage für die neue Außenfassade. Dämmung und Fassadensanierung können in einem Arbeitsgang durchgeführt werden, was den Zeit- und Kostenaufwand minimiert. Einige Handwerker und Bauherren stehen den erdölbasierten Wärmeverbundsystemen mit Skepsis gegenüber. Hintergrund sind die Probleme bei einer späteren Entsorgung des Materials und negative Erfahrungen mit nachfolgender Schimmelbildung im Gebäude.
Alternativen zur Fassadendämmung mit Wärmedämmungsverbundsystemen
Wer keine erdölbasierten Produkte zur Fassadensanierung einsetzen möchte, findet beispielweise in einer Wärmedämmfassade aus Perlit eine Alternative. Dabei wird in geringem Abstand eine Ziegelwand der rohen Außenwand vorgemauert und der Hohlraum mit vulkanischen Perlitkügelchen gefüllt. Die Ziegel werden auch mit integrierter Perlitfüllung angeboten und kommen in dieser Form vor allem bei Neubauten zum Einsatz. Eine Fassadendämmung dieser Art erfüllt alle Anforderungen der gesetzlichen Energiesparverordnung und kann den Energieverbrauch von Altbauten stark reduzieren.
Datum: Donnerstag, 10. November 2011 | Kategorie: Hausbau
