Der Industrieboden muss fett-, staub- und rissfrei sein, ebenso muss er trocken und frei von Unebenheiten sein. Erreichen können Sie das mit Kugelstrahlen, Diamantschleifen oder Fräsen. Bei einer Verölung des Bodens ist eine Flammstrahlung ratsam. Von einer Nassreinigung, oder einer Reinigung mit Lösungsmitteln ist allerdings abzuraten.
Anschließend wird der Boden imprägniert und versiegelt. Bei der Imprägnierung wird die Oberflächenstruktur durch Polymerisation verfestigt und bei der Versiegelung wird ein zusammenhängender Oberflächenfilm gebildet. Für die Versiegelung und Imprägnierung des Bodens hat sich Epoxidharz bestens bewährt. Es härtet schnell aus, ist niedrigviskos und haftungsaktiv. Das Epoxidharz dringt bei der Behandlung von Estrich- oder Betonböden sehr tief ein. Der so behandelte Untergrund ist hoch wasserbeständig und geschützt gegen das Eindringen von Chemikalien, Treibstoffen und Ölen. Für die Verbindung der Beschichtungsmaterialien gibt es verschiedene Technologien. Da wäre zum einen die 1 Komponenten feuchtigkeitshärtenden Systeme, und zum anderen die 2 Komponenten Systeme.
Um den Boden attraktiver zu gestalten gibt es nun noch die Möglichkeit Farbchips, in die feuchte Versiegelung, einzustreuen. Sie erhalten so einen dekorativen Terrazzoeffekt. Dies ist empfehlenswert sollten an den Boden höhere optische Ansprüche gestellt werden.
Des weiteren ist in bestimmten Bereichen der Zusatz von Quarzit notwendig. Quarzit wird ebenfalls in die feuchte Versiegelung gestreut und sorgt dafür, dass die Gleitsicherheit auf feuchtem bzw. nassem Boden gewährleistet ist. Bei ca. 20 Grad Aushärtungstemperatur über Nacht, ist der Boden nach ca. 12 Stunden begehbar und nach ca. 24 Stunden belastbar.
Zum Schluss werden noch die eingestreuten Farbchips und das Quarzit versiegelt.
Datum: Freitag, 04. September 2009 | Kategorie: Industrie
