Rückspeisung – Speziell im Automobilbereich eine sehr wichtige Funktion von Frequenzumrichtern
Nicht jeder Frequenzumrichter ist in der Lage, sowohl das Eingangssignal in einen Drehstrom für den Motor umzuwandeln, als auch aus der vom Motor erzeugten Energie eine veränderbare Wechselspannung zu machen, wenn dieser im Betriebsmodus als Generator arbeitet. Frequenzumrichter, die für eine solche Anwendung ausgelegt sind, werden auch mit der Fähigkeit zum sogenannten “Vierquadrantenbetrieb” spezifiziert. Jedoch kann kein Frequenzumrichter in beide Richtungen Energie störungsfrei umwandeln, weswegen man bei kleineren und günstigen Frequenzumrichtern einen sogenannten “Bremsschopper” einsetzt. Dabei handelt es sich um einen funktionslosen Widerstand, der die rückgespeiste Energie des Elektromotors lediglich in thermische Energie, also Wärme, verwandelt. Dies ist jedoch sowohl aus ökonomischer, als auch aus ökologischer Sicht sinnlos, weswegen größere und teurere Frequenzumrichter so ausgelegt sind, dass sie Energie auch problemlos in das Stromnetz zurück speisen können. Dies eröffnet vollkommen neue Anwendungen speziell im Automobilbereich.
Anwendung der Rückspeisung im Automobilbereich
Im Automobilbereich wäre ohne die Funktion der Rückspeisung von Energie die gesamte Entwicklung der Hybrid-Fahrzeuge nicht vorstellbar, da diese lediglich mit dem Prinzip der Rückspeisung funktionieren und Sinn ergeben: Dabei wird beim Bremsvorgang nicht rein mechanisch durch Reibung gebremst, sondern gleichzeitig noch der sonst als Antrieb dienende Elektromotor in den Generatorbetrieb geschaltet und somit wird Energie, die bei herkömmlichen Fahrzeugen sinnlos in Wärmeenergie verwandelt wird, in elektrische Energie umgewandelt. Diese kann beim nächsten Beschleunigen des Fahrzeuges zum Antreiben der Elektromotoren genutzt werden und somit steigt der gesamte Wirkungsgrad des Hybrid-Fahrzeuges sehr stark an.
Datum: Dienstag, 12. Juli 2011 | Kategorie: Industrie
