Seit Beginn der Menschheit stellt sich das einzelne Individuum, aber auch ganze Gruppenverbände die Frage nach dem Sinn des Daseins. Eben hier setzen Religionen und Lehren ein, welche oftmals über das eigene Verständnis reichende Erklärungen für die Komplexität jeglicher Materie und Lebens liefern. Eine fernöstliche Philosophie ist das Feng Shui. Im folgenden Text soll die Bedeutung Feng Shuis in der Esoterik dargelegt werden.

Feng Shui
stammt aus China und ist ein Teil der daoistischen Philosophie. Grundlegend kann man sagen, dass Feng Shui das komplexe Zusammenspiel des Menschen mit seiner unmittelbaren Umgebung zu harmonisieren versucht. Dies bedeutet, dass Feng Shui Vorschläge und Pläne für die Gestaltung unseres Lebensraumes vorgibt, um dem Individuum, welches sich in diesen Sphären bewegt, ein inneres Gleichgewicht zu ermöglichen. Einsatzmöglichkeiten gibt es folglich zahlreiche. So kann diese Lehre die Einrichtung und Ausrichtung eines jeden Möbelstückes einer Wohnung, aber auch dem Bau der gesamten Wohnung betreffen. Öffentliche Gebäude, private Anlagen oder selbst Friedhöfe können alle dem Prinzip des Feng Shui unterworfen werden. Es ist allerdings schwer die genaue Geschichte dieser Philosophie nachzuvollziehen, da es noch vor einem Jahrhundert verboten war, Prinzipien schriftlich zu fixieren. Stattdessen wuchs Feng Shui aus einer Tradition heraus, welche mündlich weitergegeben wurde und sich mit Bräuchen und Gewohnheiten nachfolgender Generationen selbst veränderte und anpasste. Das westliche Feng Shui, welches im Zuge der Esoterik Bewegung auch in Deutschland einzog, zeichnet sich auf seine Spezialisierung auf Wohnräume und Düfte aus. Das Gesamtbild, z.B. der Bau des Gesamtgebäudes, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist hier dann die Zimmerfarbe und die Ausrichtung der Möbel. Es ist also weniger als eine philosophische Überzeugung, sondern eher eine westliche Mode Erscheinung, welche teils wohl auch als eine Art Religionsersatz für den Einzelnen empfunden wird.